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Ein Tor für Isny als Turm aus Glas
Peter Zumthor

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Einen Turm aus Glas mit Café und Bühne hat der renommierte Schweizer Architekt und Pritzker-Preisträger Peter Zumthor als neues Stadttor für die Allgäustadt Isny entworfen. Bei der öffentlichen Präsentation seines Entwurfs am Wochenende schlug er das Publikum in seinen Bann. Zumthors Turm ist für die Öffentlichkeit gedacht. Gemauert aus rund 250 000 Glassteinen, steht er auf drei Beinen, die nach oben zu einer Fläche zusammenwachsen. Aus dem 35 Meter hohen Turm lugt eine Kugel, in der eine Bühne Raum schafft für Theater und Konzerte. Unter dieser Kugel ist Platz für eine attraktive Gastronomie.

Das Stadtbild der ehemaligen Freien Reichsstadt Isny ist geprägt von historischen Türmen, Toren und einer weitgehend erhaltenen Stadtmauer. Nur zwei Tore hatten einst dem Verkehr weichen müssen und Lücken ins Stadtbild gerissen. Jetzt, im 21. Jahrhundert, möchten die Isnyer eine Lücke schließen und wieder ein Tor errichten. Eine ungewöhnliche Idee, die in Workshops und Diskussionen von Stadtplanern, Bürgern und Verwaltung Gestalt angenommen hatte. Im vergangenen Jahr bekam die 14000-Einwohner-Stadt im südöstlichsten Zipfel Baden-Württembergs eine Umfahrung für eine Bundesstraße, die sie jahrzehntelang durchschnitten hatte. Nun kann die Innenstadt neu gestaltet werden. „Es ist eine historische Chance“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter.
In Sachen Stadttor wurden die Isnyer bei dem berühmten Architekten vorstellig. Zwei Jahre „spannende Arbeit“ folgten „dieser merkwürdigen Anfrage“, sagte Peter Zumthor bei der Präsentation schmunzelnd. Er merkte, dass es dabei um „ein Stück Stadtstolz“ geht, aber auch um „touristische Infrastruktur.“

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Der Bürgermeister betonte, dass die Stadt auch in Zukunft attraktiv bleiben müsse für Bürger, Firmen und Touristen. Welche Anziehungskraft auf Gäste „gute Architektur“ hat, beschrieb Rudolf Sagmeister, Kurator des nahen Kunsthauses in Bregenz, das Peter Zumthor gebaut und das ihn berühmt gemacht hat. „Unseren Erfolg verdanken wir der Architektur. Wir haben Besucher aus der ganzen Welt“, sagte Sagmeister. Einen Zumthor-Turm sieht er als ein „Riesengeschenk für die Region.“
Im übertragenen Sinne allerdings. Denn die Kosten hat der Architekt auf 18 bis 20 Millionen Euro hochgerechnet. „Es ist klar, dass wir das nicht aus dem städtischen Haushalt finanzieren können“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter. „Wir müssen externe Geldquellen finden.“ Man ist dabei, eine Stiftung oder einen Verein zu gründen, denkt an Aktionen wie Bausteine-Verkauf, Patenschaften und an Sponsoren. Verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten werden zusammenkommen müssen.

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Noch ist nichts entschieden. Zunächst können die Bürger das Modell noch ein paar Wochen im Rathaus begutachten und über den Entwurf diskutieren. „Natürlich gibt es auch kritische Stimmen“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter. Bei der öffentlichen Präsentation allerdings waren sie kaum zu vernehmen. Peter Zumthor erweckte überwiegend Wohlwollen und Begeisterung. Auch er „würde gerne weiterarbeiten.“

Weitere Informationen zum Isnyer Stadttor unter
www.isny-zumthor.de


 

contractworld 2011 (15. bis 18. Januar):

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Bewerbungsfrist für internationalen Architekturpreis startet jetzt
Architekten, Innenarchitekten und Designer können sich jetzt wieder um den contractworld.award bewerben. Der vielbeachtete internationale Architekturpreis für innovative Raumkonzepte gilt als der bedeutendste Wettbewerb seiner Art und setzt Jahr für Jahr Maßstäbe in der Innenraumgestaltung. Der contractworld.award wird im kommenden Jahr bereits zum elften Mal auf der contractworld (15. bis 18. Januar 2011) verliehen. Neben der Anerkennung herausragender Gestaltung geht es um ein Preisgeld in der Gesamthöhe von 60 000 Euro. Eingereicht werden können Projekte, die nach dem 31. Dezember 2007 realisiert worden sind. Registrierungsschluss ist der 2. Juli 2010. Weitere Informationen und Teilnahmeunterlagen unter: www.contractworld.com/award_d.

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Zu den bereits etablierten Kategorien - Office/Büro/Verwaltung, Hotel/Spa/Gastronomie, Shop/Showroom/Messestand - kommt 2011 eine weitere hinzu: Umnutzung. Hier geht es um innenarchitektonisch reizvolle und konzeptionell außergewöhnliche Nutzungsänderungen bestehender Gebäude aus dem sakralen, kulturellen und öffentlichen Bereich. Dies können Kirchen, Klöster, Krankenhäuser, Gefängnisse, Bahnhöfe oder industriell brachliegende Gebäude sein. Die Jury wird dabei besonders auf den ethisch verantwortungsvollen Umgang mit städtischer, gesellschaftlicher und kultureller Substanz achten.

Die eingereichten Projekte sollten sich durch ein hohes Maß an Qualität, Funktionalität, Ästhetik sowie einen innovativen Umgang mit Raum, Material, Farbe und Oberfläche auszeichnen. In diesem Jahr wird zudem erstmals ein Statement erbeten, ob das Gebäudekonzept den Richtlinien der Nachhaltigkeit folgt. Teilnahmeberechtigt sind Architekten, Innenarchitekten und Designer als geistige Urheber der eingereichten Projekte.

Die preisgekrönten Projekte werden während der contractworld in einer von der Deutschen Messe konzipierten Ausstellung präsentiert. Außerdem werden Sonderauszeichnungen für avantgardistische Projekte an Vertreter der „New Generation“ (Architekten/Innenarchitekten unter 40 Jahren) vergeben. Die Anwärter für die Auszeichnung in der Kategorie „New Generation“ müssen ihre Projekte live vor einer Jury während der contractworld 2011 vorstellen und werden vor Ort bewertet sowie ausgezeichnet.

Über die Gewinner des 11. contractworld.award entscheidet die hochkarätig besetzte Jury, der in diesem Jahr angehören: Anne Lacaton von Lacaton & Vassal Architectes, Paris/Frankreich, Professor Bart Lootsma von der Leopold Franzens Universität in Innsbruck/Österreich, Kim Herforth Nielsen von 3XN A/S aus Aarhus - Kopenhagen/Dänemark, Michael Plank von PLANK COLLEZIONI SRL, ORA (AUER), Bozen/Italien, Susanne Schmidhuber von Schmidhuber + Partner GbR Architektur Innenarchitektur aus München/Deutschland, Jan Störmer von Störmer Murphy and Partners GbR, Hamburg/Deutschland, sowie Boštjan Vuga, von SADAR VUGA ARHITEKTI d.o.o., Ljubljana/Slowenien.

Die contractworld im Rahmen der internationalen Bodenbelagsmesse DOMOTEX dient Architekten und Innenarchitekten regelmäßig zum Gedankenaustausch und zur Inspiration. Aussteller präsentieren hier ihre besonders auf das Objektgeschäft ausgerichteten Produkte. Mit Vorträgen renommierter Architekten, Diskussionen, themenbezogenen Foren, Führungen für Architekten und Workshops ist die contractworld eine umfassende Informationsplattform.

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11. internationaler Architekturpreis für innovative Raumkonzepte

Die Termine:

Registrierungsschluss per Fax
Einsendeschluss für die Wettbewerbsunterlagen:
2. Juli 2010
16. Juli 2010

Jury-Sitzung:
19./20. August 2010

Preisverleihung im Rahmen der DOMOTEX:
15. Januar 2011

Präsentation der Preisträger:
15. bis 18. Januar 2011

DOMOTEX HANNOVER 2011, Halle 4


Die Preisverleihungen an die Vertreter der „New Generation“ finden am Thementag der jeweiligen Kategorie statt.

 

Die Anmeldeunterlagen:


Umfangreiche Informationen sowie die Anmeldeunterlagen gibt es im Internet unter www.contractworld.com/award

 

Die Kategorien:

 

Office/Büro/Verwaltung
Bürogebäude, Verwaltungsbauten, Banken, Versicherungen, Behörden, Konferenz- und Kongresszentren, Studios, Arbeitsplätze in allen Maßstäben

Hotel/Spa/Gastronomie
Hotels, Pensionen, Herbergen, Spa- und Wellnessbereiche, Restaurants, Cafés, Bistros, Bars, Lounges, Clubs, Casinos, Kantinen

Shop/Showroom/Messestand
Shopkonzepte, Läden, Präsentations- und Ausstellungsräume, Messestände, Shopping Centre, Malls

 

NEU: Umnutzung


Nutzungsänderungen von Bestandsgebäuden aus dem sakralen, kulturellen und öffentlichen Bereich wie Kirchen, Klöster, Krankenhäuser, Gefängnisse, Bahnhöfe sowie industriell brachliegenden Gebäuden, die durch Neukonzeptionen und grundlegende Umbauten unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit eine neue Bestimmung erfahren.


 

The Pritzker Architecture Prize 2010 presented to Kazuyo Sejima and Ryue Nishizawa

Architectural Partners in Japan Become the 2010 Pritzker Architecture Prize Laureates

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Kazuyo Sejima and Ryue Nishizawa, partners in the architectural firm, SANAA, have been chosen as the 2010 Laureates of the Pritzker Architecture Prize. The formal ceremony for what has come to be known throughout the world as architecture’s highest honor will be held on May 17 on historic Ellis Island in New York. At that time, a $100,000 grant and bronze medallions will be bestowed on the two architects.

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In announcing the jury’s choice, Thomas J. Pritzker, chairman of The Hyatt Foundation, elaborated, “This marks the third time in the history of the prize that two architects have been named in the same year. The first was in 1988 when Oscar Niemeyer of Brazil and the late Gordon Bunshaft were so honored, and the second was in 2001, when Jacques Herzog and Pierre de Meuron, partners in a Swiss firm, were selected.” He continued, “Japanese architects have been chosen three times in the thirty year history of the Pritzker Architecture Prize — the first was the late Kenzo Tange in 1987, then in 1993, Fumihiko Maki was selected, and in 1995, Tadao Ando was the honoree.”

The purpose of the Pritzker Architecture Prize is to honor annually a living architect whose built work demonstrates a combination of those qualities of talent, vision and commitment, which has produced consistent and significant contributions to humanity and the built environment through the art of architecture.

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Pritzker Prize jury chairman, The Lord Palumbo quoted from the jury citation to focus on this year’s selection: “For architecture that is simultaneously delicate and powerful, precise and fluid, ingenious but not overly or overtly clever; for the creation of buildings that successfully interact with their contexts and the activities they contain, creating a sense of fullness and experiential richness; for a singular architectural language that springs from a collaborative process that is both unique and inspirational; for their notable completed buildings and the promise of new projects together, Kazuyo Sejima and Ryue Nishizawa are the recipients of the 2010 Pritzker Architecture Prize.”
While most of their work is in Japan, Sejima and Nishizawa have designed projects in Germany, England, Spain, France, the Netherlands and the United States, under their combinedname SANAA.

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The first SANAA project in the United States began construction in 2004 in Ohio—a Glass Pavilion for the Toledo Museum of Art. Completed in 2006, it houses the museum’s vast collection of glass artworks, reflecting the city’s history when it was a major center of glass production. While that building was still under construction, the New Museum of New York City broke ground in 2005 at 235 Bowery. Completed in 2007, the building has been described as “a sculptural stack of rectilinear boxes dynamically shifted off-axis around a central steel core.”
The jury citation specifically mentions these projects as well as two projects in Japan: “the O-Museum in Nagano and the 21st Century Muscum of Contemporarry Art in Kanazawa.” The Ogasawara Museum was one of their first projects together. The De Kunstline Theater and Cultural Center in Almere, the Netherlands, and a more recent Rolex Learning Center in Lausanne, Switzerland are also major projects of SANAA. Other works in Japan include the Naoshima Ferry Terminal and the Christian Dior Building in Tokyo.

In Essen, Germany, in 2006, the Zollverein School of Management and Design was inaugurated in a new building designed by SANAA on an historical coal mining site. The building is described as an oversized cube (approximately 114 feet in each dimension) with an unusual arrangement of openings and windows of four different sizes.
The Serpentine Pavilion in London, their first built project in the United Kingdom, was in place for three months on the gallery’s lawn — the ninth such commission in the Serpentine’s series of pavilions. In France, a branch of the Louvre Museum in Lens will comprise some 300,000 square feet of construction.

In Valencia, Spain, SANAA provided a unique expansion solution to IVAM (Valencian Institute of Modern Art) in which their existing building housing eight galleries will be completely enclosed by a translucent skin covering an entire block, and thus creating new indoor/outdoor public spaces between the building and the skin. The proposed skin is a light weight perforated metal that allows daylight, wind and rain to pass through. Construction has not yet begun. Both architects have extensive lists of completed works and projects as individual architects.

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Upon learning that she was being honored, Kazuyo Sejima had this reaction: “I am thrilled to receive such an honor. I would like to thank the Pritzker (Hyatt) foundation, the jury members, the clients who have worked with us, and all of our collaborators. I have been exploring how I can make architecture that feels open, which I feel is important for a new generation of architecture. With this prize I will continue trying to make wonderful architecture.”
And a similar reaction from Ryue Nishizawa: “I receive this wonderful prize with great humility. I am very honored and at the same time very surprised. I receive and understand this prize as encouragement for our efforts. Every time I finish a building I revel in possibilities and at the same time reflect on what has happened. Each project becomes my motivation for the next new project. In the same way this wonderful prize has given me a dynamic energy that I have never felt before. I thank you very much.”

The distinguished jury that selected the 2010 Laureates consists of its chairman, Lord Palumbo, internationally known architectural patron of London, chairman of the trustees, Serpentine Gallery, former chairman of the Arts Council of Great Britain, former chairman of the Tate Gallery Foundation, and former trustee of the Mies van der Rohe Archive at the Museum of Modern Art, New York; and alphabetically: Alejandro Aravena, architect and executive director of Elemental in Santiago, Chile; Rolf Fehlbaum, chairman of the board of Vitra in Basel, Switzerland; Carlos Jimenez, professor, Rice University School of Architecture, principal, Carlos Jimenez Studio in Houston, Texas; Juhani Pallasmaa, architect, professor and author of Helsinki, Finland; Renzo Piano, architect and Pritzker Laureate, of Paris, France and Genoa, Italy; and Karen Stein, writer, editor and architectural consultant in New York. Martha Thorne, associate dean for external relations, IE School of Architecture, Madrid, Spain, who is executive director of the prize, augmented the jury citation, saying, “The architecture of Sejima and Nishizawa explores the ideas of lightness and transparency and pushes the boundaries of these concepts to new extremes.”

In addition to the previous laureates already mentioned, the late Philip Johnson was the first Pritzker Laureate in 1979. The late Luis Barragán of Mexico was named in 1980. The late James Stirling of the United Kingdom was elected in 1981, Kevin Roche in 1982, Ieoh Ming Pei in 1983, and Richard Meier in 1984. Hans Hollein of Austria was the 1985 Laureate. Gottfried Böhm of Germany received the prize in 1986. Robert Venturi received the honor in 1991, and Alvaro Siza of Portugal in 1992. Christian de Portzamparc of France was elected Pritzker Laureate in 1994. Frank Gehry of the United States was the recipient in 1989, the late Aldo Rossi of Italy in 1990. In 1996, Rafael Moneo of Spain was the Laureate; in 1997 the late Sverre Fehn of Norway; in 1998 Renzo Piano of Italy, in 1999 Sir Norman Foster of the UK, and in 2000, Rem Koolhaas of the Netherlands. Australian Glenn Murcutt received the prize in 2002. The late Jørn Utzon of Denmark was honored in 2003; Zaha Hadid of the UK in 2004; and Thom Mayne of the United States in 2005. Paulo Mendes da Rocha of Brazil was the Laureate in 2006, and Richard Rogers received the prize in 2007. Jean Nouvel of France was the Laureate in 2008. Last year, Peter Zumthor of Switzerland received the award.

The field of architecture was chosen by the Pritzker family because of their keen interest in building due to their involvement with developing the Hyatt Hotels around the world; also because architecture was a creative endeavor not included in the Nobel Prizes. The procedures were modeled after the Nobels, with the final selection being made by the international jury with all deliberations and voting in secret. Nominations are continuous from year to year with hundreds of nominees from countries all around the world being considered each year.


 

VELUX Architekten-Wettbewerb 2010

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Fünf Nominierte gehen ins Rennen um den Architekten-Wettbewerb 2010. Private Bauherren entscheiden über Sieger / Jury vergibt erstmals Sonderpreis an Newcomer

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Mit der Vorstellung der fünf Nominierten geht der VELUX Architekten-Wettbewerb 2010 in die finale Runde. Prämiert werden realisierte Bauwerke und Baumaßnahmen, die sich auf besonders gelungene Weise mit dem diesjährigen Thema „Licht | Luft | Raum“ auseinandersetzen. Die Einreichungen von Prof. Christine Remensperger, COAST Office Architecture, mann & nolte, team 51.5° architekten und luczak architekten schafften es in der Vorrunde, die Jury zu überzeugen. Nun wählen über zwei Millionen Bauherren und Modernisierer unter den Nominierten die drei Sieger des diesjährigen Wettbewerbs. Erstmalig vergab die Jury zudem einen Newcomer-Sonderpreis. Hier konnten sich die Architekten von COAST Office Architecture mit einem zweiten eingereichten Projekt durchsetzen.

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„Mit 65 Einreichungen hat sich die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr erneut gesteigert – und das bei einer bemerkenswerten Qualität der Arbeiten“, freut sich Jury-Vorsitzender und Vorjahressieger Thomas Unterlandstättner von Unterlandstättner Architekten. Zu der unabhängigen Jury zählen außerdem unter anderem Lichtplaner Prof. Peter Andres, Bernd Blaufelder (Bund Deutscher Architekten) und Prof. Johanne Nalbach (Nalbach + Nalbach).

„In diesem Jahr ist unter den Einreichungen erstmals ein deutlicher Schwerpunkt auf Sanierungs- und Umbauprojekten zu erkennen. Diese Entwicklung spiegelt das Wachstumspotenzial in diesem Segment wider, dem wir bereits mit unserem Projekt Model Home 2020 Rechnung getragen haben“, ergänzt Jesper F. Petersen, Geschäftsführer von VELUX Deutschland.

Ein Thema – vielfältige Annäherungen.
Die Nominierten überzeugten die Jury mit der Vielfalt ihrer Arbeiten: Sowohl Prof. Christine Remensperger, Stuttgart, mit ihrem Neubau eines Einfamilienhauses als auch die Architekten von COAST Office Architecture, Stuttgart, mit dem Umbau einer alten Scheune überraschten mit individuellen Lösungen trotz strenger Denkmalschutzauflagen. Unter klimagerechten Gesichtspunkten bauten die Architekten von mann & nolte, Erfurt, ein Dachgeschoss zur Maisonettewohnung um. Die „Holzbox“ der Architekten von team 51.5° architekten verbindet primärenergieoptimiertes und altengerechtes Wohnen. Und die Architekten von luczak architekten, Köln, verwandelten einen Nachkriegsbau in einen großzügigen und lichtdurchfluteten Wohntraum.

Erstmalig hat die Jury einen mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis für junge Architekturbüros und junge freischaffende Architekten vergeben. Hier fiel die Wahl auf COAST Office Architecture, Stuttgart. Sie haben bei ihrer zweiten Einreichung ein Wohnhaus aus den 70er Jahren nicht nur energetisch technisch saniert, sondern auch im Inneren eine offene Wohnform mit Außenbezug ermöglicht.

Bauherren entscheiden über Gewinner.
Die Nominierten des VELUX Architekten-Wettbewerbs 2010 werden nun im Bauherrenmagazin „house and more“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leser stimmen über die drei Sieger ab. Ihnen winkt ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Der Sieger hat zusätzlich die Chance, sein Objekt in einer VELUX Anzeigenkampagne zu präsentieren, die in namhaften Fachmedien geschaltet wird.

Die nominierten Projekte im Überblick:

„Neubau Einfamilienhaus Berner“, Prof. Christine Remensperger.
Unter Berücksichtigung zahlreicher Denkmalauflagen hat Prof. Christine Remensperger ein Einfamilienhaus neu erbaut. Das schlichte Haus mit weißer Fassade und einem einzigen Fensterformat besticht durch sparsame Details. Der einfache Grundriss ermöglicht die maximale Ausnutzung der Wohnfläche. Dank abtrennbarer Wohneinheiten funktioniert das Haus auch als Mehrgenerationenhaus. Wenige Materialien kennzeichnen das klare Raumkonzept. Eine Leitwand aus Holz verbindet alle Ebenen miteinander. Das offene Dachgeschoss lässt viel Licht ins Innere fallen.

„Atelier S”, COAST Office Architecture.
Die Architekten von COAST Architecture haben eine denkmalgeschützte Scheune aus dem 17. Jahrhundert zum Atelier und Ausstellungsraum umgebaut und saniert. Hierzu wechselten sie den maroden Dachstuhl originalgetreu aus und arbeiteten die alten Bruchsteinwände auf. Über zahlreiche Dachwohnfenster werden auch die neu entstandenen Atelierbereiche im Erdgeschoss mit Tageslicht versorgt. Über eine Treppenskulptur gelangt man auf die private Galerie. Im Anbau wird eine Küche über drei weitere Dachwohnfenster belichtet.

„On the top – Dachausbau in Erfurt“, mann & nolte.
Beim Ausbau des Dachgeschosses eines Gründerzeitgebäudes von 1903 zur Maisonettewohnung haben die Architekten von mann & nolte den hohen Dachraum durch eine Ebene horizontal geteilt und den Grundriss durch eine zwölf Meter lange Wand in Haupt- und Nebenzone getrennt. Tageslicht fällt durch Dachwohnfenster in den nach oben offenen Wohnraum. Durch eine Kaminwirkung wird die warme Luft im Sommer nach oben geführt und über die Dachwohnfenster entlüftet. Gleichzeitig strömt über die beiden vorgelagerten Terrassen kühle Luft nach. Im Winter wird die Wärme sonniger Tage in einem Baumassenspeicher eingelagert und zeitverzögert an den Wohnraum wieder abgegeben. Diese Anlage ist ein Prototyp.

„Primärenergieoptimierte Holzbox“, team 51.5° architekten.
Die Architekten von team 51.5° architekten haben ein primärenergieoptimiertes, altengerechtes Einfamilienhaus als KfW 60-Haus erbaut. Ein Zentralraum mit extrem gartenbezogenen Aufenthaltszonen prägt die eingeschossige Holzbox. Durch das Niedrigenergiekonzept ist der Hausgrundriss kompakt und mit zwölf mal zwölf Meter vergleichsweise tief. Durch zwei Flachdach-Wohnfenster fällt viel Tageslicht in das Gebäudeinnere und prägt entscheidend die Atmosphäre.

„Umbau eines Kettenhauses“, luczak architekten.
Bei der Modernisierung eines Nachkriegsbaus entfernten die Architekten von luczak architekten zunächst einen Teil der Decke und erweiterten das Haus um einen Anbau. Durch eine Erhöhung und zwei Aufbauten mit offenem Bad und Dachterrasse konnte das Dachgeschoss ausgebaut und geöffnet werden. Der enge und niedrige ehemalige Spitzboden wurde durch eine Kombination aus eingeschnittener Dachterrasse und Dachfenstern in den Himmel erweitert. Die symmetrische Anordnung der Dachwohnfenster verstärkt die Raumkanten.

Sonderpreis Newcomer:
„White Rock“, COAST Office Architecture.
Durch Erweiterung und inneren Umbau samt energetischer Sanierung gelang es den Architekten von COAST Office Architecture, ein Wohnhaus aus den 70er Jahren mit mehr Tageslicht zu versorgen. Das Dachgeschoss wurde zur vollwertigen Wohnfläche umgewandelt, die Privatbereiche im Obergeschoss durch eine gerade Treppe mit umlaufender Galerie erschlossen. Lufträume mit Oberlichtern sorgen für viel Tageslicht und einen großzügigen Gesamteindruck.

Weitere Informationen unter www.velux.de


 

A U S L O B U N G | W E T T B E W E R B

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Award „best architects 11“

Abgabe der Wettbewerbsbeiträge bis 25. Juni 2010
Informationen und komplette Auslobungsunterlagen unter www.bestarchitects.de

Anlass „best architects 11“ zeichnet zum fünften Mal die besten Architekten aus dem deutschsprachigen Raum aus. Zu diesem Anlass werden alle Architekten bzw. Architekturbüros, welche Projekte auf höchstem Qualitätsniveau realisiert haben, aufgefordert, ihre Projekte zum Wettbewerb „best architects 11“ einzureichen. Die hochkarätige Jury des Awards wird die besten Arbeiten auswählen und für die Publikation „best architects 11“ prämieren.

Die Auszeichnung „best architects 11“ gilt als Gütesiegel für Architektur höchster Qualität. Sie ist nicht nur eine Bestätigung der eigenen Leistung, sondern bietet auch die Möglichkeit diese gegenüber potentiellen Bauherrn zu kommunizieren. In Verbindung mit den begleitenden Presseaktivitäten sorgt „best architects 11“ für eine nachhaltige Öffentlichkeit und positioniert die prämierten Architekten und Architekturbüros an der Spitze der internationalen Architekturszene.

Wettbewerbsart Award | Auszeichnung

Zulassungsbereich Deutschland, Österreich, Schweiz

Teilnahmeberechtigt Architekten (Innenarchitekten), Ingenieure/ Fachplaner mit Sitz in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz.

Wettbewerbsleistung Zum Wettbewerb zugelassen sind alle realisierten Bauwerke, welche nach dem 01.01.2005 fertig gestellt worden sind.

Jury Die Beurteilung der Arbeiten erfolgt durch eine unabhängige internationale Jury, der folgende Personen angehören:

> Julia Bolles-Wilson, Bolles-Wilson Architekten, Münster

> Andreas Bründler, Buchner Bründler Architekten, Basel

> Wilfried Kuehn, Kuehn Malvezzi Architekten, Berlin

> Bernhard Marte, Marte.Marte Architekten, Weiler

Auszeichnungen Allen prämierten Architekten bzw. Architekturbüros wird das Label „best architects 11“ verliehen. Die Projekte werden anschließend in der international erscheinenden Publikation „best architects 11“ veröffentlicht und in einer Wanderausstellung einem breiten Publikum präsentiert. Den jeweils Besten innerhalb der Kategorien Wohnungsbau, Büro- und Verwaltungsbau, Gewerbe- und Industriebau, sonstige Bauten sowie Innenausbau wird das Label „best architects 11“ in gold verliehen. Die Anzahl der Prämierungen ist abhängig von der Qualität der eingereichten Projekte und wird von der Jury festgelegt.

Auslober Initiator des Awards „best architects 11“ ist „zinnobergruen“ – Agentur für Unternehmenskommunikation.

Teilnahmegebühr Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei.

Bei Prämierung eines Projekts sind die Reproduktions- und Bearbeitungskosten in Höhe von 1.500,- EUR zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer für die 4-seitige Veröffentlichung im Buch „best architects 11“ vom Teilnehmer zu tragen. Jeder prämierte Teilnehmer erhält 1 Freiexemplar der Publikation.

Termine

Abgabetermin > bis 25. Juni 2010

Jurysitzung > 08. Juli 2010

Bekanntgabe der Prämierungen > 15. Juli 2010

Erscheinungstermin Publikation „best architects 11“ > November 2010

Einreichung

Die Wettbewerbsbeiträge sind bis zum 25. Juni 2010 einzureichen bei:

zinnobergruen gmbh | Bärbel Muhlack | Fürstenwall 79 |

40217 Düsseldorf | Deutschland

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Tobias Schwarzer:

+49 (0)211 99 45 94 97 | mail@bestarchitects.de

 

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MUT GENUG? GUT GENUG?
REHAU ARCHITEKTEN CHALLENGE 2010

Die wichtigste Visitenkarte eines angehenden Architekten ist weit größer als 85 x 55 Millimeter: das eigene Büro, der multifunktionale Arbeitsplatz, die kreative Ideenschmiede, das individuelle Atelier.

Unter dem Motto „Mut genug? Gut genug?“ schreibt REHAU in diesem Jahr erstmals die „REHAU Architekten Challenge“ aus und möchte damit das Kreativpotenzial junger, angehender Architekten testen, bewerten und belohnen.
Kurzbeschreibung: Entwirf dein Traumbüro unter Einsatz von REHAU Produkten

Gewinn: Büroausstattung gemäß deinem Entwurf im Wert von 50.000 EURO

Berufsfeld: Architekten, Innenarchitekten, Designer

Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz

Verfahren: Offener Ideenwettbewerb

Anmeldeschluss: 01. 06. 2010
Einsendeschluss: 30. 06. 2010

Teilnahme am Wettbewerb: Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei.

Auslober: REHAU AG + Co, Otto-Hahn-Straße 2, D-95111 Rehau

Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen usw. unter
http://architects.rehau.com


 

Anmeldefrist für den International VELUX Award 2010 endet

Bis zum 1. Februar 2010 bleibt Architektur-Studenten aus aller Welt noch Zeit, sich online unter www.velux.de/architektur beim vierten „International VELUX Award“ anzumelden. Gefragt sind unkonventionelle Beiträge, die unter dem Motto „Light of Tomorrow“ mit zukunftsweisenden Einsatzformen natürlichen Lichts experimentieren. Die Bandbreite der möglichen Einreichungen reicht vom abstrakten Konzept bis zum konkreten Gebäudeentwurf. Nach ihrer Anmeldung haben die jungen Kreativen bis zum 3. Mai Zeit, die Projekte gemeinsam mit ihren Professoren fertig zu stellen. Im Juni 2010 entscheidet dann eine internationale Jury, besetzt mit renommierten Architekten und Tageslichtexperten, über die besten Entwürfe und Ideen. Insgesamt ist der International VELUX Award 2010 mit 30.000 Euro dotiert. Die feierliche Preisverleihung findet im Oktober 2010 statt.

Weitere Infos zum International VELUX Award 2010 unter www.velux.com/iva


Nach dem Studium nicht berufsqualifiziert
Nur sechs Semester verbauen Architekturabsolventen den Berufseintritt

Die Architektenkammer Rheinland-Pfalz unterstützt die Forderungen der Studenten und geht darüber hinaus. „Es kann nicht sein, dass Absolventen eines Architekturstudiums nicht berufsqualifiziert sind“, mahnt Stefan Musil, Präsident der Architektenkammer, seit Jahren. Er fordert von den politisch Verantwortlichen wie von den Hochschulen, endlich die notwendigen Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu schaffen und den Absolventen damit eine Zukunft zu bieten.

Seit Beginn des Bologna-Prozesses fordert die Architektenkammer Rheinland-Pfalz, die Dauer von Architekturstudiengängen auf mindestens acht Semester festzuschreiben. Nun stellen die ersten Absolventen, die ihren Bachelor-Abschluss nach nur sechs Semestern erhalten haben, desillusioniert fest, dass der Abschluss nicht das hält, was er verspricht. Denn er berechtigt nicht zum Berufseinstieg als Architekt. EU und Architektengesetz in Rheinland-Pfalz schreiben ein mindestens achtsemestriges Studium vor. Zu Recht, denn die notwendigen Anforderungen sind komplex: Architekten müssen als Generalisten profunde Kenntnisse aller Bautätigkeiten und -verfahren haben und zusätzlich über eine ausgebildete Gestaltungskompetenz verfügen. Als Sachverwalter der Bauherren beeinflussen sie oft große Investitionen. All dies kann nicht in drei Jahren gelehrt und gelernt werden, zumindest nicht, wenn die hohen Ansprüche an Verbraucherschutz und Verantwortung für die gebaute Umwelt weiter erfüllt werden sollen.

Gerade die internationalen Richtlinien sprechen daher eine deutliche Sprache: In 25 der 27 EU-Mitgliedsstaaten ist eine zehnsemestrige Ausbildung für Architekten verbindlich festgeschrieben. Somit schließt ein sechssemestriges Bachelorstudium die Absolventen nicht nur vom heimischen Arbeitsmarkt aus, sondern gerade auch vom internationalen. Dies ist umso unverständlicher, als die in Deutschland bis zum Bologna-Prozess in Diplomstudiengängen ausgebildeten Architekten einerseits europaweit aufgrund ihrer umfassenden, guten Ausbildung geschätzte Fachleute waren, andererseits die Reform zur Internationalisierung der Abschlüsse hätte beitragen sollen.

Um auch in acht Semestern Ausbildungszeit einen annähernd adäquaten Kenntnisstand vermitteln zu können, bräuchten die Hochschulen eine deutlich bessere Ausstattung an Equipment, Lehrmaterialien und Betreuung. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel hat das Land bislang nicht aufgebracht.

Neben der kurzfristig dringend erforderlichen, verbindlichen Festschreibung einer mindestens achtsemestrigen Ausbildung für Architekten, ist also mittelfristige Anpassung an den EU-Standard von zehn Semestern nötig, um im internationalen Vergleich bestehen zu können. Nur so haben die Architektur-Absolventen aus Rheinland-Pfalz eine Zukunft.

Weitere Informationen:
Architektenkammer Rheinland-Pfalz

www.diearchitekten.org


Feierliche Eröffnung der Villa Libeskind

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Stararchitekt Daniel Libeskind präsentierte den Prototypen seines skulpturalen Wohnhauses im nordrhein-westfälischen Datteln.

Am 29. September 2009 rückte das nordrhein-westfälische Datteln in den Fokus der internationalen Architekturkritik: Zur feierlichen Eröffnung des Prototypen der Villa Libeskind waren rund 350 Gäste aus 30 Ländern auf dem Firmengelände der Rheinzink GmbH & Co. KG zusammen gekommen. Auch Daniel Libeskind war aus New York angereist, um sein neuestes Werk vorzustellen und persönlich in Augenschein zu nehmen. Der Prototyp der Villa Libeskind ist auch deshalb errichtet worden, um den Entwurf des Stararchitekten erlebbar zu machen; als Wohnskulptur wird die Villa Libeskind in einer weltweit auf 30 Objekte limitierten Edition von der Berliner proportion GmbH realisiert.

"Ein Haus ist mehr als nur ein Obdach. Es muss einen Körper, eine Seele und auch Charakter haben", so Architekt Daniel Libeskind während der Eröffnungsfeier. Das Zuhause beeinflusse das Leben maßgeblich. Ausgangspunkt des Designprozesses sei deshalb die Frage gewesen, in was für einem Haus er selber wohnen wollen würde, so Libeskind weiter. "It's a celebration of living and everyday life", so der Stararchitekt sichtlich zufrieden nach einer ersten Innenschau seines Werks.

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Erster Bauherr der Villa Libeskind ist die Rheinzink GmbH & Co. KG., die den Bau künftig als Empfangs- und Ausstellungsgebäude nutzen wird. "Die Komplexität des Projektes im Detail war immens", erinnert sich Ulrich Grillo Vorsitzender der Geschäftsführung. Daniel Libeskind habe einen Entwurf präsentiert, der "auch im kleinsten Detail das Wort Standardlösung nicht kannte." Das Projekt werde sich aber dennoch sowohl ästhetisch als auch wirtschaftlich und ökologisch rechnen. Eine Hoffnung, die Matthias Eisfeld, Geschäftsführer des Landesbeirats Holz Nordhein-Westfalen prompt bestätigte: Die Holzrahmenkonstruktion der Villa entziehe der Atmosphäre 133 Tonnen CO2. Für dieses "weitsichtige und mutige Zeichen für den Klimaschutz" überreichte Eisfeld eine Belegurkunde der CO2-Bank.

 "proportion wurde mit der Vision gegründet, privaten Bauherren herausragende zeitgenössische Architektur und deren nachhaltige Umsetzung zugänglich zu machen", so Dr. Michael Merz, Geschäftsführer der proportion GmbH. "Mit der heutigen Einweihung des Prototyps der Villa Libeskind sind wir unserer Vision, den Gedanken des Multiples auch auf die Architektur zu übertragen, einen entscheidenden Schritt näher gekommen."   

www.rheinzink.de


Hella rüstet erste Stadt mit
LED-Straßenbeleuchtung aus

Pilotstraße in Lippstadt eingeweiht - Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 70 Prozent erwartet

hella_p0000480Fotocredit © Hella KGaA Hueck & Co. 2004

Nach nur einem Jahr Entwicklungszeit wurden jetzt in Lippstadt die ersten LED-Straßenleuchten von Hella in Betrieb genommen. Bis Anfang 2010 will die Stadt zunächst 450 ihrer „energiefressenden“ Pilzleuchten durch die innovative Hella-Leuchte „Eco StreetLine“ ersetzen. Bei der Entwicklung profitierte der Licht- und Elektronikspezialist von seiner hohen Kompetenz auf dem Gebiet der LED-Technologie aus dem Automobilbereich. So hat Hella vor kurzem den weltweit ersten Voll-LED-Hauptscheinwerfer in einem amerikanischen Geländewagen in Serie gebracht. „Zwischen Scheinwerfern und Straßenleuchten bestehen vielfältige Synergien“, erklärt Roland Dörner, Leiter des Non Automotive Bereichs bei Hella, „wir haben deshalb Mitte 2008 die strategische Entscheidung getroffen, in den Markt für Straßenbeleuchtung einzusteigen, zumal sich hier auch ein gravierender Technologiewandel hin zur LED abzeichnet.“

Von der neuentwickelten Hella-Leuchte zeigte sich auch die Jury des diesjährigen Bundeswettbewerbs „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ begeistert. Sie prämierte die Bewerbung der Stadt Lippstadt und Hella mit dem dritten Platz. Die Vorteile der „Eco StreetLine“ liegen vor allem in der hohen Energieeffizienz sowie geringen Wartungskosten begründet. Lippstadt verspricht sich durch Einsatz der neuen LED-Leuchte eine Absenkung des Energieverbrauchs von bis zu 70 Prozent im Vergleich zur bisher vorhandenen Technik. Außerdem liegt die Lebensdauer der neuen Leuchte mit circa 12 Jahren weit über dem Durchschnitt normaler Straßenleuchten, was eine signifikante Senkung der Wartungskosten bedeutet. Hinzu kommen die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, die sich durch unterschiedliche Anordnung der LED-Module in der Leuchte erzielen lassen und so beispielsweise spezielle Parkplatz- oder Kreuzungsbeleuchtung ermöglichen.
Roland Dörner stellt weitere Entwicklungen in Aussicht: „Das Projekt steht erst am Anfang. Wir arbeiten schon an neuen Lampentypen, um in vollem Maß auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können. Vor allem sind wir auch dabei, intelligente Straßenbeleuchtungskonzepte zu entwickeln, die sich durch eine bedarfs- und situationsgerechte Ausleuchtung der Umgebung auszeichnen.“


Architekten-Trendstudie 2009:
Bauen und Wohnen wird nachhaltig

wohnformen

Die Heinze Marktforschung hat Architekten und Innenarchitekten nach ihrer Einschätzung zu Trends der kommenden fünf bis sechs Jahre im Wohnbau befragt. Knapp 400 Personen nahmen an der von Ende August bis Mitte September durchgeführten Online-Untersuchung teil. Erfahrene Planer gaben Auskunft über Produkte, Bau- und Wohnweisen, die voll im Trend liegen oder aber in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren werden.

Städtisches oder stadtnahes Wohnen, Mehrgenerationen-Wohnweise, Ökologie und sinkender Energieverbrauch, gesundes Wohnen, das Bad als Wellness-Oase, Komfort, Bequemlichkeit und Sicherheit – dies sind nach Meinung der Architekten die Megatrends, wenn es ums Bauen und Wohnen der Zukunft geht. Ganz konkret hat dies auch Auswirkungen auf Produkte und Systeme, für die in den kommenden Jahren die Nachfrage steigen bzw. nachlassen wird.

Trend 1: städtisches, stadtnahes Wohnen
Für die kommenden Jahre erwarten die Architekten eine deutliche Zunahme des städtischen und stadtnahen Wohnens sowie der Mehrgenerationen-Wohnweise. Bei einer immer älter werdenden Bevölkerung spielt die attraktive Grundversorgung in oder nahe der Stadt eine wichtige Rolle, wenn es um die Wohnentscheidung geht. Auch die wachsende Zahl der Single-Haushalte orientiert sich eher in Richtung städtisches Wohnen. Ob sich dieser Trend weiter verstärken wird, hängt vor allem von der Bezahlbarkeit des Wohnraums im städtischen und stadtnahen Umfeld ab. Aufgabe der politischen Entscheidungsträger sollte es sein, hier bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Steigende Mietpreise und der geringe Anteil des Mehrfamilienhaus-Neubaus sind allerdings Alarmzeichen, die ernst genommen werden sollten.

Trend 2: Ökologie und sinkender Energieverbrauch
Dieser Trend findet sich in unterschiedlichen Bereichen des Bauens und Wohnens wieder. So werden bei der Fassadengestaltung Wärmedämmverbundsysteme und Wärmeschutzverglasung nach Meinung der Planer deutlich zunehmen. Im Dachbereich sind Solarthermie und Photovoltaik Trendsetter. Bei einer deutlichen Zunahme der Nachfrage nach diesen Produkten ist von sinkenden Kosten auszugehen, was wiederum die Nachfrage stimulieren wird. Bei der Haustechnik gehören die Wärmepumpe und die kontrollierte zentrale Zu- und Abluftanlage zu den Gewinnern, während Heizsysteme auf der Basis fossiler Brennstoffe – mit Ausnahme des Erdgases – deutlich Federn lassen werden, hier insbesondere die Ölheizung. Heizen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz liegt dagegen voll im Trend. Holz- und Holzpelletheizungen, aber auch Kamine und Öfen werden deutlich zulegen. Bei der Beleuchtung werden sich LEDs und OLEDs (Leuchtdioden mit organischen Halbleitern) zulasten der konventionellen Glühlampen durchsetzen – die EU lässt grüßen. Bei den traditionellen Wandbaustoffen wie Ziegel, Kalksandstein, Beton oder Porenbeton sehen die Architekten eine im Großen und Ganzen gleichbleibende Verwendung für die kommenden Jahre. Lediglich Holz als Wandbaustoff wird sich stärker entwickeln. Das unterstreichen die Architekten auch bei der Bewertung der Häusertypen: Hier liegen Holzhäuser deutlich vorne.

Trend 3: Baubiologie/gesundes Wohnen
Im Innenbereich werden nach Ansicht der Architekten die Bodenbelagsarten Holz/Parkett, Keramik/Fliesen, Naturwerksteine und Naturstein zulegen. Verlierer sind hier Kunststoff- und Laminatböden. An der Wand sind natürliche Anstriche, Sichtputze, Natursteinwände, Betonoberflächen oder Spachteltechniken gefragt. Rau- und Glasfasertapeten verlieren hingegen an Bedeutung. Bei Möbeln liegen naturbelassene Oberflächen und Naturbezugsstoffe wie Baumwolle und Leder im Trend. Wenn es um die Dämmung geht, favorisieren die Architekten in den kommenden Jahren Holzfaserdämmplatten/-stoffe und Altpapier/Zellulosedämmstoffe.

Trend 4: Komfort, Bequemlichkeit und Sicherheit
Zukünftiges Wohnen soll komfortabel, bequem und sicher sein. Gewünscht wird ein Kontrapunkt zum stressigen Alltag. Mehr Sicherheit soll die Installation von Rauchmeldern, Alarmanlagen und Bewegungsmeldern mit Außenbeleuchtung bieten, mehr Komfort der Einbau von Bussystemen zur Steuerung der gesamten Haustechnik und Sonnenschutzsteuerungen, mehr Bequemlichkeit zum Beispiel der Einsatz von selbstreinigendem Glas. Grundsätzlich gilt: Einrichtungsformen oder Wohnstile, die gesundes, erholsames Wohnen und Barrierefreiheit bieten, gleichzeitig aber auch ein umfassendes Home Entertainment sind zukünftig noch stärker gefragt. Obwohl oder gerade weil der Wunsch nach umfassender Vernetzung deutlich spürbar ist, werden nach Meinung der Architekten konstruktive Lösungen zur Vermeidung von Elektrosmog zukünftig stärker nachgefragt.

Trend 5: Bad und Wellness
Das Bad mutiert von der Nasszelle zur Wellnessoase. Was Modernisierungsstudien der Heinze Marktforschung bestätigen, sehen Architekten bei ihrer Einschätzung ebenfalls als einen Megatrend. Großzügigere Flächen, Wellnesszonen, bodenebene Duschen, barrierefreie Lösungen, Regenduschen, Design-Armaturen, hochwertige Möbel und Multimedia machen das Bad zum zweiten Wohnzimmer. Kombinierte Dusch- und Dampfkabinen, Whirlpools und die Sauna runden das hochwertige Inventar des Bades der Zukunft ab.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Architekten sehen sich gemeinsam mit den Bauherren in der Verantwortung, zukünftiges Bauen an den Kriterien der Nachhaltigkeit zu orientieren. Dazu gehört insbesondere die Einsparung fossiler Energieträger, der Einsatz regenerativer Energieformen, aber auch ein möglichst hoher Anteil recycel barer Baustoffe. Diese Einschätzung findet sich auch bei der Bewertung der einzelnen Produktbereiche wieder. Die nötigen Techniken und Produkte der Industrie stehen heute bereits weitgehend zur Verfügung. Da diese allerdings komplexer sind und außerdem höhere Anschaffungskosten verursachen, steigt nach Meinung der Architekten der Aufklärungsbedarf bei Bauherren und Modernisierern. Hier sehen sich die Architekten mehr als bisher in der Rolle des Meinungsbildners und Beraters rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Die gesamte Trendstudie erhalten Interessenten kostenfrei bei der Heinze Marktforschung. Ansprechpartner ist Thomas Wagner, Tel. 05141-50127, E-Mail: thomas.wagner@heinze.de.

www.heinzemedien.de 


Team Germany gewinnt erneut
den Solar Decathlon 2009


heroal

heroal unterstützte die TU Darmstadt beim Siegen

Der Solar Decathlon Wettbewerb ist ein vom U.S. – amerikanischen Energieministerium ausgeschriebener internationaler Wettbewerb mit dem Ziel ein energieautarkes Gebäude für das Wohnen im Jahre 2015 zu entwerfen. Zu diesem solaren Zehnkampf traten in diesem Jahr 20 studentische Teams aus den USA, Kanada und Puerto Rico, sowie zwei europäische Universitäten aus Spanien und Deutschland gegeneinander an. Alle 20 Häuser, die für den Wettbewerb extra direkt vor dem United States Capitol in der National Mall aufgebaut wurden, sind dabei in den folgenden 10 Disziplinen bewertet worden: Architektur, Marktfähigkeit, Technologische Umsetzung, Lichtkonzept, Öffentlichkeitsarbeit, Thermische Behaglichkeit, Warmwasser, Technische Ausstattung, Home Entertainment und selbstverständlich Energieeinspeisung.

Auch in diesem Jahr konnte der deutsche Beitrag bei diesem Wettbewerb in Washington D.C. überzeugen und am 16.10.09 den international renommierten 1. Preis gewinnen. Von den insgesamt 1.000 zu erzielenden Punkten erzielte das Team Germany mit 908 Punkten einen deutlichen Vorsprung, vor den Teams Illinois mit 897 Punkten und California mit 863 Punkten.

Gewonnen hat das von Studierenden der Technischen Universität Darmstadt unter Leitung von Prof. Manfred Hegger entwickelte zweistöckige Wohngebäude sicherlich aufgrund des sehr großen Engagements der Teammitglieder. Aber auch die Unterstützung durch die verschiedenen Sponsoren war unerlässlich für den Sieg.

So wurden zum Beispiel alle Aluminium-Unterkonstruktionen des Dachs und der Fassade, also der für die Energieeinspeisung wichtigen Gebäudehülle, von den Studenten der TU Darmstadt in Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren der Firma heroal aus Verl realisiert. Aus bestehenden heroal-Systemen, die das überaus breite Produktportfolio bietet, wurden alle verwendeten Aluminium-Unterkonstruktionen mit nur wenigen konstruktiven Anpassungen entwickelt. Die besondere Herausforderung bestand dabei darin, die kreativen Ideen der Studenten technisch umzusetzen. Der architektonische Kniff liegt in der Einfachheit der Konstruktion: bei der Photovoltaikfassade werden die einzelnen Module einfach in speziell entwickelte Klemmhaken eingelegt. Die Haken können in jeder Position montiert werden und ermöglichen so, die Gebäudehülle bestmöglich zu nutzen. Zusätzlich können durch optische Füllelemente individuelle architektonische Akzente gesetzt werden. Das Hakensystem ermöglicht das einfache Einlegen der Module in jeder Position wie auch eine spätere Revision, ohne aufwendige oder schwierige Befestigungen. Das verringert Montagezeiten erhöht die gestalterische Flexibilität und die Energieeffizienz.

Schon 2007 konnte das Team mit seinem ersten, einstöckigen Modell den Sieg für sich verbuchen. Beide Modelle sind nicht nur mit hohem Komfort ausgestattet, sondern sind so entwickelt, dass sie dank modernster Technik mehr Energie produzieren als sie verbrauchen. Die gewonnene Energie wird für die Heizung und Kühlung per Wärmepumpe eingesetzt.

Das Projekt wurde auch von der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt. Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup zeigte sich über den großen Erfolg des Projekts hoch erfreut und betonte, dass die Mittel gut investiert seien. Das Haus gebe wichtige Impulse für einen zeitgemäßen Wohnungsbau und stärke auch die Zukunftschancen der Bauwirtschaft.

www.heroal.de


Wiedereröffung des Schiller-Nationalmuseums in Marbach am Neckar

Am 10. November 2009, an Friedrich Schillers 250. Geburtstag, wird das von David Chipperfield Architects’ innensanierte Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar feierlich in Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler wiedereröffnet.
Nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit präsentiert das Museum 700 Exponate in einer neuen Dauerausstellung zur Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts in neun Räumen auf 450 Quadratmetern.
1903 erbaut, liegt das Schiller-Nationalmuseum exponiert auf einem Felsen über dem Neckartal und formt zusammen mit dem in den 70er Jahren entstandenen Literaturarchiv und dem 2006 von David Chipperfield Architects fertig gestellten Literaturmuseum der Moderne ein Gebäudeensemble. Von Kriegszerstörung verschont und kontinuierlich genutzt, blieb die historische Substanz bis heute in den entscheidenden Bauteilen erhalten. Dach, Fenster und Fassade waren in den vergangenen Jahren bereits instand gesetzt worden. Die Innensanierung von David Chipperfield Architects umfasst die Ausstellungsräume im Hauptgeschoss sowie die Räume in der Sockelebene.
www.davidchipperfield.co.uk


 

FH Campus Wien fertiggestellt

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Das jüngste Projekt von DELUGAN MEISSL ASSOCIATED ARCHITECTS wird am 25. November offiziell eröffnet. Mit dem Hoch-schulgebäude am "Alten Landgut" im 10. Wiener Gemeindebezirk wurde im September 2009 der neue Stammsitz der FH Campus Wien fertig gestellt. Der Fachhochschulbau erweitert das Spektrum realisierter Bauvorhaben von DELUGAN MEISSL  ASSOCIATED ARCHITECTS und steht neben zahlreichen bisher umgesetzten Projekten als architek-tonisch-sozialer Beitrag zu einer zukunftsgewandten Stadt- und Quartiersentwicklung.

www.deluganmeissl.at